Innovation auf ganzer Linie - Freeride Ski
Ein besonderer Trend verlangt nach besonderen Utensilien: Freeride Ski wurden eigens für die moderne Extremsportart entwickelt. Aber was ist das Besondere an dieser Art von Skiern?
Als Freeriden wird weniger ein besonderer Fahrstil, als viel mehr der Trend bezeichnet, sich mit Ski oder dem Snowboard durch unbefahrenes Gelände, abseits der kontrollierten Pisten, zu bewegen.Das Extremskifahren bezeichnet hingegen eine besondere Form des Freeridens, bei welcher sich der Sportler einen Weg durch besonders steiles und unwegsames Gelände bahnt. Da nicht nur die durch Tiefschnee führende Abfahrt zum Trendsport gehört, sondern dieser sich besonders durch Sprünge verschiedenster Variationen auszeichnet, werden natürliche Geländeformationen, wie Felsen als Absprungrampen genutzt. Üblicherweise schützen sich Freerider dabei durch einen Sporthelm und sind in der Regel in Gruppen unterwegs, da sie im Hochgebirge stets alpinen Gefahren, insbesondere dem Lawinenrisiko, ausgesetzt sind.
Durch die Konzeption spezieller Freeride Ski, welche eigens für den Einsatz im unbefahrenen Gelände konstruiert sind, ist die Entwicklung des Trends begünstigt worden. Während sich die schmaleren Ausführungen der klassischen Freeride Ski eher für die präparierte Piste eignen, kommt das Leistungsspektrum der breiteren Big Mountain-Modelle erst im Tiefschnee zur Geltung. Mit ihrer deutlich größeren Fläche wird ein besserer Auftrieb garantiert. Ein Absinken der Schaufel wird zusätzlich durch die weiter hinten als üblich angebrachten Bindungen gewährleistet. Die aufgebogenen Enden vieler Modelle, bekannt unter dem Namen Twin-Tips, ermöglichen nicht nur gesteigerte Variabilität bei den Sprüngen, sondern schaffen zusätzlich die Voraussetzung für das Rückwärtsfahren und -landen. Für die neuen Ski-Modelle, welche selbst bei hohem Tempo sehr laufruhig sind, wurde derweil eine Bindung mit Gehfunktion, vergleichbar mit einer Tourenbindung, konstruiert. Man sollte jedoch beachten, dass Freeride Ski ausschließlich Sportfahrern vorbehalten sind. Die durch Länge und Breite extrem schweren Big Mountain-Modelle sind darüber hinaus nur für Profis empfehlenswert. Aber auch dann wird eine gewisse Fahrpraxis und Können von den Fahrern erwartet, denn es sieht leichter aus, als es ist.