Die Festplatte austauschen und mehr Platz schaffen
Platz auf dem Computer hat man immer zu wenig. Das Betriebssystem und die Anwendungen nehmen immer mehr Platz weg, sodass der Einbau einer größeren und schnelleren Festplatte notwendig wird.
Die einfachste Lösung ist dabei, wenn ein zusätzlicher Einbauschacht im Computer verfügbar ist, in den man einfach eine zusätzliche Festplatte einbauen kann. Bei vielen größeren Gehäusen ist das machbar, aber bei Mini- oder Midi-Tower Gehäusen ist dieser Platz dann meistens vom CD- oder DVD-Laufwerk belegt. Und bei Notebooks und Netbooks ist es völlig ausgeschlossen, hier noch eine weitere Festplatte einzubauen, sondern man muss tatsächlich die vorhandene gegen eine größere Festplatte austauschen. Dabei sind verschiedene Dinge zu beachten wie die Größe der Festplatte, der sogenannte Formfaktor oder auch Baugröße und die Schnittstelle, mit der sie angeschlossen wird.
Die aktuell an weitesten verbreitete Baugröße bei Festplatten ist 3,5 Zoll. Diese Baugröße wird seit Anfang der 1990er Jahre in Computern eingesetzt. Von einer anfänglichen Speicherkapazität von 20 MB hat sich dies bis heute auf 2 Terabyte gesteigert. Neue Computer werden heute mit Kapazitäten zwischen 120 GB und 500 GB geliefert, etwas ältere Computer haben aber durchaus noch Festplatten mit Größen von weniger als 50 GB, sodass hier schnell ein Kapazitätsproblem entstehen kann. Aufgrund der weiten Verbreitung der Bauhöhe kann man davon ausgehen, dass die Festplatte eine Baugröße von 3,5 Zoll hat und sich dann nach entsprechenden Angeboten umsehen.
Festplatten mit einer Baugröße von 2,5 Zoll kamen ungefähr 2 Jahre nach den 3,5 Zoll Festplatten auf den Markt. Sie haben geringere Kapazitäten, die heute aber auch schon bei bis zu 1 Terabyte liegen können. Durch ihre kompakte Bauweise kommen 2,5 Zoll Festplatten vorwiegend in Notebooks und Netbooks zum Einsatz und müssen bei Platzmangel auf der Festplatte definitiv gegen eine Festplatte mit mehr Kapazität getauscht werden. Und hier kommt der zweite wichtige Faktor ins Spiel, nämlich die Art der Schnittstelle, mit der die Festplatte an den Computer angeschlossen wird.
Bis vor einiger Zeit war der parallele ATA-Anschluss, auch IDE oder EIDE genannt, für den Anschluss bei Festplatten üblich. Wer also einen etwas älteren Rechner besitzt, kann von einem ATA-Anschluss für die Festplatte ausgehen. Seit einigen Jahren werden Festplatten zusätzlich mit einem SATA-Anschluss ausgestattet, der sich heute als Standard etabliert hat. Neben der schnelleren Datenübertragung ist auch die Kabelführung einfacher, da dieser Anschluss kein breites Flachbandkabel mehr benötigt. Weiterhin sind diese Laufwerke im laufenden Betrieb austauschbar, was vor allem im Bereich von Servern ein interessanter Aspekt ist. Für den Privatanwender sind aber eher die Faktoren Bauhöhe und Schnittstelle zu beachten, und erst in einem zweiten Schritt dann Punkte wie die Drehgeschwindigkeit sowie die maximale Datenübertragungsrate der Festplatte. Denn was nützt eine schnelle Festplatte, wenn diese nicht eingebaut oder angeschlossen werden kann?