Immer mehr Frauen wollen ihre Brüste vergrößern
Immer mehr Frauen entscheiden sich für eine Brustvergrößerung, da sie mit ihrer Oberweite unzufrieden sind. Sie sollten sich jedoch genau über die möglichen Risiken einer solchen Operation informieren.
Viele Frauen und junge Mädchen sind unzufrieden mit ihrer Oberweite und wollen ihre Brüste vergrößern lassen. Ein runder Busen gilt in der heutigen Zeit als besonders weiblich und ästhetisch, weshalb auch in den Medien überwiegend vollbusige Frauen präsent sind. Eine Abweichung der durchschnittlichen Körbchengröße bei Frauen kann verschiedene Ursachen haben. Sie kann genetisch bedingt sein oder durch starke Gewichtsschwankungen beeinflusst werden. Vor allem nach einer Schwangerschaft verliert der Busen oft seine Form. Viele Frauen glauben, dass der Weg zum Schönheitschirurgen die einzige Möglichkeit ist, ihr Selbstbewusstsein wieder zu stärken.
Ein Beratungsgespräch von etwa 90 Minuten mit dem zuständigen Arzt ist in jedem Fall erforderlich. Er macht über die Risiken aufmerksam und teilt der Patientin mit welche Brustgröße im Rahmen der Möglichkeit ist, da diese von Frau zu Frau variiert. Das hängt von den Körper-Proportionen und der Beschaffenheit der Haut ab. Mögliche Risiken sind Nachblutungen, Infektionen, Narbenbildung, Thrombosen, Verhärtung der Brust, Verschiebung der Implantate oder Folgeoperationen.
Die Kosten für eine Brustvergrößerung reichen von 700 bis 2000 Euro (oder mehr), je nachdem welche Art und Größe von Implantaten gewünscht ist. Für die Brustvergrößerung werden meistens Silikon-Implantate verwendet, die unter der Brustdrüse oder dem Brustmuskel eingesetzt werden. Der Einschnitt dafür wird an der unteren Brustfalte, am Rand der Brustwarze oder an der Achselhöhle vorgenommen. Das hängt vom Umfang der Brust-OP und von den anatomischen Voraussetzungen ab. Die Operation findet unter Vollnarkose statt und kann zwischen ein bis zwei Stunden dauern. Vor dem Eingriff darf die Patientin sechs Stunden lang nichts trinken, essen oder rauchen. Auch bestimmte Medikamente, die eine erhöhte Blutung während der Operation verursachen können, dürfen nicht eingenommen werden. Drei Wochen vor dem Eingriff sollte keine Erkrankung erfolgt sein. Nach einer Schwangerschaft kann sich die Form des Busens stark verändern, weshalb oft eine erneute Korrektur nötig ist. Das Stillen wird zwar durch die Silikonimplantate nicht beeinträchtigt, aber durch Einschnitte am Brusthof verlieren manche Frauen die Fähigkeit zu stillen. Auch ohne Schwangerschaft verändert sich die Qualität der Silikon-Implantate nach 10 bis 15 Jahren. Dann muss oft ein Austausch der Implantate durchgeführt werden, da sie nicht lebenslang haltbar sind.
Nach der Operation wird nicht immer ein stationärer Aufenthalt von ein bis zwei Tagen angeordnet. Nicht nur in den USA werden solche Eingriffe mittlerweile in der Mittagspause angeboten. Die vollständige Heilung dauert ein bis zwei Wochen, in denen ein formender Brust-Verband getragen wird, damit die Implantate nicht verrutschen. Die Fäden werden, wenn sie sich nicht von selbst auflösen, nach etwa zehn Tagen entfernt. Einen Sport-BH sollte man die ersten sechs Wochen lang tragen. Uneingeschränkten Sport kann man nach ungefähr sieben Wochen wieder ausüben.